Standpunkte

Fraktion OV-Oestrich-Winkel

Unsere Positionen auf einen Blick

Wahlplakat zur Kommunalwahl 2016


1. Reduzierung städtischer Schulden
Um langfristig den finanziellen Handlungsspielraum Oestrich-Winkels zu erhalten ist es notwendig, anstehende Investitionen auf ihre Notwendig- und Sinnhaftigkeit zu überprüfen.
Interkommunale Zusammenarbeit ist auszubauen und kann auf dem Weg der Konsolidierung helfen.

2. Möglichkeit zur Bebauung schaffen
Bezahlbares Bauen, gerade für junge Familien in unserer Stadt, muss ermöglicht werden. Hierzu gehören kleine Baugebiete. Das IKEK ist eine gut gemeinte und schöne Option. Allerding gestalten sich Sanierungen in den Ortskernen und Bauen im Bestand oftmals um ein Vielfaches teurer als Neubauten. Das kann sich nicht jeder leisten. Daher sehen wir die dringende Notwendigkeit, Gebiete wie bspw. die „Fuchshöhl“ in Mittelheim für eine moderate Bebauung zu erschließen.

3. Ausbau des Kultur, Freizeit- und Tourismusangebotes
Gemeinsam mit dem Verein und der gegründeten Gesellschaft muss sich die Stadt für eine erfolgreiche Vermarktung des Brentanohauses stark machen. Das einzigartige Kleinod der Romantik bietet gemeinsam mit dem Kulturzentrum Brentanoscheune Möglichkeiten, die Oestrich-Winkel kulturell deutlich aufwerten.
Rheinufer und Weinberge müssen als Möglichkeiten der Naherholung für Bürger und Gäste besser erschlossen und vermarktet werden.

4. Folgenutzung der ehemaligen Grundschule Winkel als Mehrgenerationenhaus
Die Nutzung der ehemaligen Winkeler Grundschule als neues Mehrgenerationenhaus ist zügig umzusetzen. Erste Gespräche zwischen Stadt und Landrat lassen eine Einigung hinsichtlich der Rückübertragung des Geländes erahnen. Barrierefreies Wohnen, Tagespflegeeinrichtung, Räumlichkeiten für Vereine und Jugend und das Angebot des MGH gebündelt an dieser Stelle – besser könnte das Areal nicht verwendet werden.

5. Soziales Oestrich-Winkel
Sozialstation und HUFAD sind Einrichtungen unserer Stadt, die nicht zur Disposition stehen dürfen. Hier wird gute Arbeit geleistet und Angehörige, die oftmals berufstätig sind erfahren eine dankenswerte Entlastung. Diese Einrichtungen werden auch weiterhin von uns unterstützt.


6. Vereinsförderung
Die Vereinsförderung in Oestrich-Winkel ist auf einem guten Niveau. Diese ist beizubehalten, um den Vereinen einen erweiterten Spielraum zu ermöglichen. Gerade Kinder und Jugendliche bekommen hier Kompetenzen und Fertigkeiten vermittelt, die uns allen als Gesellschaft später zu Gute kommen.

7. Verbesserung der Verkehrssituation
Eine Verbesserung im Bereich der Haupt- und Rheingaustraße in den Ortsteilen Winkel, Mittelheim und Oestrich ist dringend erforderlich. Seit Jahren hat sich hier nichts verändert. Hier muss konstruktiv, ohne ideologische Vorbelastung an Lösungsansätzen gearbeitet werden, um eine Attraktivitätssteigerung und eine verbesserte Wohn- und Lebenssituation der Anwohner zu erreichen.

8. Energie
Sinnvolle Lösungen, die unserer besonders schützenswerten Kultur- und Weinlandschaft gerecht werden, sind zu erarbeiten und auszubauen. Windräder sind für uns nach wie vor keine Option. Vielmehr sehen wir im Rhein und in unseren heimischen Wäldern Möglichkeiten, unseren Beitrag im energetischen Bereich, gemeinsam mit unseren Nachbarkommunen zu leisten. Sicherlich bedarf es hier noch einiges an Forschung und Entwicklung, unsere Heimat sollte es uns aber Wert sein, etwas länger über nachhaltige Landschaftseingriffe nachzudenken.

9. EBS
Die Zusammenarbeit mit der EBS im Ortsteil Oestrich ist auszubauen und zu intensivieren. Die ortsansässige Universität wirbt nicht zuletzt für Oestrich-Winkel. Die hier wohnenden Studenten tragen zur Steigerung der Kaufkraft bei. Daher fordern wir eine zügige Umsetzung des Bauvorhabens eines Studentenwohnheimes neben dem Areal der EBS und Unterstützung seitens der Stadtverwaltung. Auch ist darüber nachzudenken, ob Oestrich-Winkel seine Verbundenheit zur EBS mit dem Namenszusatz „Universitätsstadt“ Nachdruck verleihen sollte (ähnlich wie Geisenheim).

10. Situation Asylsuchender und Flüchtlinge
Die größte Herausforderung ist die derzeitige Zuwanderungssituation. Ein zukunftsfähiges „Oestrich-Winkel“ kann nur dann harmonisch stattfinden, wenn alle Gruppierungen miteinbezogen werden. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer wird den Menschen die Umstellung im Alltag erleichtert. Das kann jedoch keine Dauerlösung sein, stoßen die ehrenamtlichen Helfer auch irgendwann an ihre Leistungsfähigkeit. Hier muss die Stadt mit den kommunalen Spitzenverbänden die Verantwortlichkeit des Bundes vehement einfordern und auf eine ausreichende Ausstattung dringen. Finanziell ist das alleine von städtischer Seite nicht zu schaffen.

Impressionen

Aqua Libre
Hebebühne zur Absenkung der Stromboje in die Donau.
Auf der Hebebühne.
zufällig ausgewähltes Bild aus dem Fotoalbum Oestrich-Winkel