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Strombojen vor Oestrich-Winkel

Koalition möchte Energiegesellschaft des Rheingau-Taunus-Kreises beauftragen

OV-Oestrich-Winkel 21.5.2018 -

„Wie der Bürgerentscheid zur Windkraft in Oestrich-Winkel deutlich gemacht hat, besteht innerhalb der Bürgerschaft keinerlei Akzeptanz für Windkraftanlagen innerhalb der Gemarkungsgrenzen Oestrich-Winkels.“ Björn Sommer, Fraktionsvorsitzender der FDP in Oestrich-Winkel macht deutlich, dass Windkraft somit als Technologie für einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung ausscheidet. Das bedeutet aber nicht, dass gar kein Beitrag erbracht werden soll.

Bereits im vergangenen Jahr hat sich der FDP-Ortsverband Oestrich-Winkel im Rahmen einer Exkursion in die Wachau eine in der Donau installierte Stromboje angesehen und die Funktionsweise erklären lassen. „Deutlich geworden ist, dass diese Technik selbstverständlich einen geringeren „Ertrag“ generiert, als dies andere Techniken können. Dafür steht die Wasserkraft aber nahezu universell zur Verfügung“, so die Ortsverbandsvorsitzende der FDP, Gertie Zielke-Neblett.

„Das hat uns dazu bewogen, einen Antrag für die kommende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Oestrich-Winkel zu formulieren, in dem wir den Magistrat dazu auffordern die notwendigen Strömungsmessungen vor Oestrich-Winkel durch die Energiegesellschaft des Rheingau-Taunus-Kreises durchführen zu lassen. Vor unserer Haustür liegt ein derzeit ungenutztes Energiepotential, das nahezu 24 Stunden, an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung steht. Warum dieses Potential also nicht nutzen?“ stellt Sommer fest.

Gemeinsam mit dem Koalitionspartner CDU sind die Liberalen der Meinung, dass diese Möglichkeit der Gewinnung regenerativer Energien der passende Weg für Oestrich-Winkel sein könnte. „Natürlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Wasser- und schifffahrtsrechtliche Belange müssen ebenso abgeklärt werden, wie die notwendige Strömungsgeschwindigkeit. Sollte die Prüfung ergeben, dass alles passt, dann sprechen wir uns ganz klar für Strombojen vor Oestrich-Winkel aus“, so Pavlos Stavridis, Fraktionsvorsitzender der CDU, der die Idee des Koalitionspartners gerne unterstützt.

 

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